Meine x Stationen auf dem Weg zum Lerncoach und zur Potentialentfalterin

Was kann ich heute, was ich gestern noch nicht konnte?

Frage. Eine Frage. Die Frage?

Die Frage. Die ich mir täglich stelle. Bewusst und teils auch unbewusst.  

Seit meiner Kindheit. 

Warum?

Weil ich eine Lernerin bin. 

Eine leidenschaftliche Lernerin.

Eine sehr, sehr hungrige und wissbegierige Lernerin. 

Ob das der Grund ist, dass ich Lehrerin geworden bin? Lehr(n)erin?

Ja, einer der Gründe. 

Ob das Grund ist, dass ich Lerncoach und Potentialentfalterin bin und damit einem weiteren starken Ruf in meinem Leben gefolgt bin?

Ich kann also – um es wie Einstein zu formulieren – behaupten:

„Ich habe keine besondere Begabung. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig.“

Wie aber bin ich zu der geworden, die ich jetzt bin?

Wie bin ich Lehrerin mit Leib und Seele (jaaa, auch Latein!), Lerncoach und Potentialentfalterin geworden?

Du willst es wissen?

Dann mach dich mit mir auf den Weg und lass uns gemeinsam schauen, welche Stationen es auf meinem Weg bisher gab in Bezug auf das Lehren und Lernen. 

1: Hungry eyes

Ich werde geboren und schaue auf den Fotos laut den Aussagen meiner späteren Schulkolleginnen schon äußerst neugierig aus der Wiege. Mit Riesenaugen angeblich. Wo, bitte, geht’s hier zum Lernen? 


2: Leere Seiten & volle Seiten

Heidi – nicht die Bergheidi 😉 – schenkt mir im Kindergartenalter zum Geburtstag eines der schönsten Geschenke meiner Kindheit: einen Stapel leerer Hefte. Herrlich! Ich bin überwältigt! Und ich spüre den Sog des Papiers. Buchstaben üben, reinschreiben, Gedanken, Geschichten. Was gibt es Schöneres?

Und ich liebe Bücher. Große Bücher, kleine Bücher, dünne Bücher und am liebsten ultradicke Bücher. Wie oft ich den siebzehnbändigen Sammelband von „Hanni und Nanni“ gelesen habe? 21 mal. Ja, richtig gelesen. 

Es kommt sogar so weit, dass ich in der Stadtbibliothek in Brixen, die ja nicht gerade winzig ist, gar nichts mehr finde. Viele Jahre lang lese ich die meisten Bücher mehrmals. Und weine einmal sogar, als mir der Nikolaus kein Buch bringt. Krokodiltränen. Nein Dino-Tränen. 

Und jetzt – viele Jahre später – fange ich wieder damit an, mit dem Mindestens-zweimal-Lesen. Nur bei den sehr guten Büchern allerdings. 

 

3: Schulliebe

Habe ich sie in den Genen? Ja! Eintätowiert in Herz, Geist und Verstand. In den Körper auch. 

Das führt dazu, dass ich schon in der Grundschule meiner Lehrerin-Mami beim Korrigieren helfen darf und meine Geschwister, Kusins und Kusinen und die gesamte Nachbarschaft als Versuchskaninchen fürs Unterrichten verwende. 
Danke, dass ihr so geduldig wart! Und danke an meine kleine Schwester, die extra für meine immense Korrekturlust Fehler in die von mir diktierten Texte geschmuggelt hat. 
Übrigens, jetzt schone ich meine pinken Stifte lieber. 


 
4Ups
Kleiner Umweg in die Architektur für ein Jahr. An der Uni Innsbruck. Tolles Studium, tolle Blickwinkel-Erweiterung, viel gelernt. 
Aber: Die Schule ruft! Ich komme! Ich wechsle die Studienrichtung, wie es eh alle vorhergesehen haben: Deutsch und Latein mit einer Menge Zusatzprüfungen in den verschiedensten Fächern: Geschichte, Geographie, Italienisch, Englisch, Archäologie, Kunstgeschichte, Französisch. Ich bin jetzt da, wo ich hingehöre. Und gleichzeitig schon mit einem Bein in der Schule. Und beim Nachhilfe-Geben. Ca. 1 Million Stunden. In allen Fächern. Lehren und lernen. 



5: Yeah! Ich als richtige Lehrerin!

Das Gesetz der Anziehung – es funktioniert. Die Schule ist ein Magnetpol, ich der andere. 
Im zarten Alter von 20 Jahren bin ich endlich Lehrerin! Yippie! Und ich brenne dafür. Heller geht’s nicht. 
Ich lande in der Landesberufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe „Emma Hellenstainer“ und meine damalige Klasse ist ziemlich wild, aber sehr lieb. Prima Übungsfeld. 
Ein Schüler ist sogar gleich alt wie ich. Und will mit seiner Lehrerin ausgehen ;). Nix da!
Danach folgt eine längere Zeit am Humanistischen Gymnasium „Vinzentinum“ im Brixen, wo ich an der Mittel- und Oberstufe Deutsch, Latein und Geschichte unterrichte. Eine wunderbare und bereichernde Zeit. Die Kombi aus „Mittel- und Oberjugendlichen“ ist spannend und sehr abwechslungsreich. An den Abenden organisiere ich dort öfters Fußballspiele zwischen meinen Klassen. Ich bin Verteidigerin rechts außen, manchmal links. Echt jetzt!
Mein damaliger Leoparden-Look führt dazu, dass ich von mehreren Abschlussklassen Postkarten mit Leopardenfell bzw. einer galoppierenden Leopardin mit Frauenkopf als Motiv zugeschickt bekomme.



6: Alles auf dem Kopf

2006 – ein unbeschreibliches Dankbarkeits- und Liebesgefühl: Ich werde zum ersten Mal Mami. 

Und merke sofort: Alles läuft anders, alles läuft anstrengend, alles läuft extrem voller Liebe, alles läuft manchmal extrem müde mit dem Wunsch nach einem elektrischen Augenaufspreizer, alles läuft oder läuft eben auch gar nicht. 

Strategieänderung: Planung mal sausen lassen, Tag für Tag denken. 

Schließlich und schwups bin ich vierfache Mami. Und ich liebe es. 

Ein herausragender Augenblick in dieser Zeit? Sprechstunde! Ich allerdings auf der anderen Seite des Tisches: als Mami diesmal. Gewöhnungsbedürftig. 

Was ich dabei lerne, wenn auch erst mit der Zeit?

Dass ich genau die gleichen Sachen von wegen „Konzentration“, „könnte mehr“, „Hausaufgaben vergessen“ usw. zu hören bekommen wie andere Eltern auch. Und dass ich die Hausaufgaben- und Lerneigenverantwortung nicht übernehmen will. Bei Bedarf helfen und da sein natürlich schon. 

 

7: Lerncoaching

Berge von Literatur, Aus- und Weiterbildungen und ganz viel Praxis. 

Ich bin Lerncoach. 

Mit Lehrerfahrung. Mit Mami-Erfahrung. Also triple experience. 

Ich liebe es! 

Und ich liebe es auch, ganzheitlich zu arbeiten. Meine eigenen Methoden zu entwickeln. Kreativ an die Themen heranzugehen. Vielseitig zu sein. Und vor allem ganz stark auf meine sehr gut trainierte Intuition zu hören, die mir immer wieder wichtige Botschaften flüstert. 

Was ich am Lerncoaching liebe? 

Worum es im Lerncoaching geht?

Wie mein supergemütlicher Lerncoaching-Raum aussieht?

Stöbere einfach in meinen Blogartikeln!

 
 

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