Erstelle deinen Lernplan: mehr effektive Lernzeit, mehr bewusste Freizeit

Wie viele Minuten würden wohl von deiner gesamten Lernzeit – und damit meine ich deine Hausaufgaben- und Lernzeit – übrig bleiben, wenn du nur die zählen würdest, in denen du konzentriert und effizient gearbeitet hast? 

Wahrscheinlich wärst du erstaunt.

Vielleicht sogar entsetzt! Was? So wenig richtige Lernzeit? So wenig richtige Freizeit? 

Das gibt’s doch gar nicht! Wo ich doch so lange gesessen bin. Wohin ist nur all die Zeit verschwunden?

Aber es geht auch anders: mit einem super praktischen Lernplan!

Schritt 1: Was brauche ich für einen Lernplan?

Für einen Lernplan brauchst du eigentlich gar nicht viel: 

  • ein großes Blatt Papier oder ein Merkheft/Hausaufgabenheft
  • Stifte und Farben
  • ev. einen Timer
 

War das schon alles? Ja!

Schritt 2: Schätze, mit wie viel effektiver Lernzeit du auskommst!

10 Minuten sind kurz. Eine halbe Stunde ist kurz. Eine Stunde ist auch kurz. 

Die gute Nachricht: Diese drei Einheiten zusammen ergeben 100 Minuten. Und in 100 Minuten kann man schon so einiges schaffen, oder?

Definiere für dich, wie lange du von Montag bis Freitag pro Tag an Lernzeit einplanen willst und solltest, um dein Pensum zu schaffen. Das könnten für die Oberstufe z.B. 2 Stunden sein oder maximal 3. Die restliche Zeit und das Wochenende gehören dir. Genieße sie!

P.S. In intensiven Prüfungsphasen kann es natürlich vorkommen, dass du auch am Samstag ODER Sonntag 2-3 Stunden lernst, aber dafür gibt es ja auch Tage unter der Woche, an denen du vielleicht mal total frei hast.

 

Übrigens: Wenn dir das Starten schwer fällt, weil du null Bock hast, dann habe ich einen super Trick für dich: die 10-Minuten-Regel für deine Motivation. 

 

Lernplan Einteilung Wochentage

Schritt 3: Erwecke das Grafik-Genie in dir 🙂

Nun zeichnest du 5 senkrechte Balken, für jeden Wochentag einen. Vielleicht schaffst du es, dass sie ungefähr gleich groß werden. Wenn nicht, auch wurscht, das nennt man dann Kreativität 🙂

Besonders cool sieht dein Lernplan übrigens aus, wenn du ihn als Sketchnote gestaltest!

Beschrifte die Balken mit dem Wochentag. Schreibe daneben die Dauer deiner Lernzeit und wann du lernen willst, also die genaue Uhrzeit

Hier kann es dir helfen, wenn du ein paar Tage testest, wann dir das Lernen am leichtesten fällt. Am frühen Nachmittag? Nach einer längeren Freizeit-Phase? Gegen Abend? Mit Unterbrechung in zwei Einheiten? 

Hauptsache, du fühlst dich wohl damit. 

 

Schritt 4: Wiederholungszeit einplanen

Am Anfang jeder Lernzeit reservierst du dir ca. 15 Minuten Zeit für die Wiederholung der Inhalte, die du heute in der Schule durchgenommen hast. 

Das ist ganz wichtig, weil du damit die Vergessenskurve austricksen kannst. Diese erkläre ich dir in einem weiteren Blogbeitrag. 

Du wirst merken, wieviel Zeit du durch diese Wiederholungsphase beim Lernen einsparen kannst. Wahnsinn!

 

Schritt 5: Lernportionen und Pausen einteilen - Dauer schätzen

Was steht heute oder in dieser Woche auf dem Programm? Kontrolliere im digitalen Register oder in deiner Agenda/deinem Hausaufgabenheft

Wichtig: Mach aus diesem Haufen kleine, überschaubare Portionen

Noch wichtiger: Sie sollen gut machbar sein. Und Abwechslung bieten: mündlich, schriftlich, schreiben, lernen, lesen, recherchieren, zeichnen usw. Mixe Sprachfächern mit technischen. 

Am wichtigsten, weil das am meisten Spaß macht: Füge bei jeder Lernportion ein Kästchen zum Ankreuzen hinzu. Ich liebe es, das Ankreuzen! Es ist ein mega Erfolgserlebnis und macht Lust auf mehr!

Jetzt kannst du mit dem Lernen starten. 

Leg los!

P.S. Du willst den ultimativen Tipp für die Erstellung deines Lernplans? Komm zu mir ins Lerncoaching oder in einen meiner Vorträge, dann verrate ich ihn dir. 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.